25.01.2012

Torres, Gegenwind und Puma

 

Morgens stehe ich schon um 5:45Uhr auf und laufe nach einem kleinen Frühstück los. Der Weg ist steil aber gut zu gehen, der Himmel leider ziemlich bedeckt. Etwa 9:30 bin ich oben, ein toller Blick auf die Torres. Nur die Spitzen sind von Wolken verdeckt. Als ich mein Vesper gerade aufgegessen habe spitzt ein Fuchs über einen Felsen. Leider kommen dann andere Leute und er verschwindet. Ich gehe noch ein Stück zum See unterhalb der hohen Felspitzen und mache Fotos, dann trete ich den Rückweg an. Um 10Uhr treffe ich den Slowenen, er macht die gleiche Tour. Um 12Uhr bin ich am Zelt und esse schon wieder. Ein Zettel am Zelt des Slowenen verrät ihm meine e-mail-adresse. Um 13Uhr fahre ich weiter. Am Parkeingang treffe ich Masha und den Katalanen, sie fahren mit dem Bus zu dem Campingplatz wo ich herkomme.

Auf dem weiteren Weg muss ich kämpfen, der Wind ist sehr stark. Teilweise schützen die Berge aber wenn man einen kleinen Pass überwinden muss wird es brutal. Bei einer Pause beobachtet mich ein Guanako, sieht irre aus in dem verbrannten Gelände. Hier ist alles verbrannt. Schwarze Baumreste auf schwarzem Schotter. Ich treffe Matt und seinen Kumpel, sie sind zu Fuß unterwegs und haben die Räder in Puerto Natales gelassen. Später komme ich zu einem teuren aber sehr schönen Campingplatz. Den Preis kann ich noch von 8000 auf 6000 herunterhandeln. Meine Hütte (Dach und 3 Wände) steht so, daß ich direkt auf die schönen Berge schauen kann. Nebenan ist ein Hügel mit Kondornestern. Die sind aber nicht bewohnt. Als ich von einem kurzen Spaziergang zurückkomme fange ich ein Gespräch mit meinem Nachbarn an. Herbert, ein deutscher Motorradfahrer. Ich halte meine Kamera mit dem großen Objektiv in der rechten Hand. Das ist auch gut so denn plötzlich latscht ein Puma hinter Herberts Hütte durchs Gebüsch. Er beachtet uns nicht weiter. Ich stelle mich zu den argentinischen Jungs an einem Zelt, das ungefähr am Weg des Pumas liegt. Sie sind jünger und ich möchte sie zumindest gewarnt haben. Auch sie sind erstaunt einen Puma zu sehen, denn dieser kommt etwas weiter hinten wieder zum Vorschein. Herbert und ich laufen noch etwas hinterher, dann lassen wir ihn in Ruhe (und er uns…). Ein fantastisches Erlebnis!

Die Nacht ist ruhig. Ich habe meine Sachen alle im Zelt, oder in den Taschen denn es geht das Gerücht, daß die Füchse hier einem die Schuhe klauen.

 

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