Lago Bertrand, Zusammenfluss des Rio Baker mit Rio Nef
Morgens ca. 8:30Uhr fahre ich los und bekomme von den Jungs Glückwünsche mit auf den Weg. Eine Weile geht es hügelig am See entlang. Leider sind zu viele Wolken da, sie verhüllen den versprochenen Blick auf das Eisfeld und Mt Valentin (4000m). Auf einer langen Gerade sehe ich einen Radler vor mir. Etwa 30 km verfolge ich seine Spur. Oben an einer langen Steigung sehe ich ihn. Bis ich oben bin ist er weg. Ich brauche eine Pause. Müsli, Orange und Kekse machen mich wieder fit. Dann rolle ich den Berg hinunter. Unten steht das Rad des Verfolgten an einem Baum. Er ist nirgends zu sehen, also fahre ich weiter. Später sollte ich ihn wieder treffen, Tanguy, ein Franzose zum Pferde stehlen.
Bald beginnt es zu regnen, mit den Regensachen fahre ich weiter. Nach einer Stunde ist es wieder trockener. Ich fahre am Rio Baker entlang bis zu seinem Zusammenfluss mit Rio Nef. Man muss etwa 15min. zu Fuß hinlaufen zu einer Stelle wo der gewaltige Baker über eine Stufe schwappt und sein türkises wasser mit dem Nef vermischt. 3 Typen brechen gerade auf. Sie grüßen freundlich, sehen aber irgendwie komisch aus. Ich mache ein paar Fotos und gehe zum Fahrrad zurück. Die 3 stehen mit einer Frau und einem Kind an ihrem Auto. Sie sprechen mich an, wo ich herkomme usw. Ich werde zum Mate eingeladen, Kekse werden verteilt und Fotos von ihrem Ausflug nach Tortel gezeigt. unheimlich nette Leute und ich schäme mich für mein Misstrauen! Am Ende schenken sie mir noch ne Tüte Erdbeermilch, genau richtig fürs morgige Müsli, Milch ist aus!
Ich fahre weiter. Mein GPS geht immer wieder aus, das Kabel ist kaputt. Stelle auf Akku um, muss halt jetzt mehr laden. Die Landschaft ist sehr hügelig und die Farben überaus patagonisch. So gegen 19:00Uhr verschwinde ich zwischen 2 Hügeln, die mich vor der Straße verbergen und baue mein Häuschen. Instinktiv baue ich die Plane als Vordach, als alles steht beginnt es zu regnen. Kochen im Schneidersitz, die Spaghetti schmecken hervorragend! In einer Regenpause streife ich druch die Hügel, zahlreiche Kletten sammeln sich in den Socken. Kaninchen flüchten in wildem ZickZack, Vögel beobachtem mich aus dem Gebüsch, aus einem alten Kufladen wachsen rote Gewächse.












