22.01.2012

70km Schotter und Gegenwind – Tapi Aike

 

Morgens geht nach anfänglicher Ruhe ein konstanter Wind. Er bläst stur von Westen, wir müssen heute nach südwesten fahren. An einem Fluss steht ein Haus, das verlassen scheint bis auf einen Hund mit rotem Halstuch. Als er uns entdeckt kommt er schwanzwedelnd mit einem Stein so groß wie ein Hühnerei im Maul. Er besteht darauf, daß wir den immer wieder werfen und hat einen Riesenspaß durch das Wasser zu jagen. Als wir aufbrechen geht er brav zu dem Haus zurück.

Später sehen wir viele Nandus, Pferde und Kondore. Scott ist wieder ein Stück voraus, über ihm 14 Kondore am Himmel. Die Aasfresser hoffen wohl, daß wir hier verdursten oder was? Im kleinsten Gang kämpfen wir bis abends. Die letzten 5km ist das Ziel, eine Tankstelle, in Sicht. Dennoch kommt das Haus nicht näher, eine echte Quälerei! Irgendwann ist es geschafft. Wir dürfen in einem Blechschuppen schlafen, der wenigsten abends den Wind abhält. Ein unschätzbarer Luxus!

 

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