21.01.2012

Die Weite der Pampa

 

Die anderen Radler müssen alle noch mal ins Internet, Scott kann sich noch nicht so recht entscheiden ob er heute aufbricht. Also fahre ich allein los. Ich habe Rückenwind, es geht flott voran. Ein Greifvogel lässt mich ganz nah herankommen, bevor er sich noch ‘erleichtert’ und dann abhebt. Danach sehe ich noch eine kleine Echse. Nach vielen Kilometern in der Ebene geht es mit sehr moderater Steigung bergauf, 15km lang und 600hm aufwärts. Oben stehen Guanakos, die Ausblicke sind spektakulär. Die Pampa wirkt unendlich weit, man kann Berge in ca. 160km Entfernung sehen.

Da ich viele Bilder mache holt mich Scott ein bevor ich den höchsten Punkt erreicht habe. Auf der Höhe geht es eben dahin, der Wind ist nun gegen uns und Scott zeigt, was 3 Jahre Radeln für eine Kondition bringen. Er hängt mich ab, selbst im Windschatten kann ich nicht dranbleiben. Dennoch erreichen wir zusammen ein Lager für Straßenbaumaterial mit einer großen Halle. Die Argentinier dort erlauben uns darin zu übernachten und geben uns Wasser. Leider klaut eine hungrige Katze mir die Tasche meines Kochers mitsamt dem speziellen Werkzeug darin. Das Ding ist nicht mehr aufzufinden! Außerdem knabbert sie meinen Käse an. Nachts kommt ein kleiner Hund und wühlt in einer Kiste mit Plastiktüten. Ansonsten ist es eine ruhige und gemütliche Nacht in der windgeschützten Halle.

 

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