Puerto Yungai
Zusammenpacken kann ich noch trocken, danach regnet es wieder. Ich treffe ein französisches Pärchen. Die beiden wollen bis Alaska fahren. Während der Unterhaltung kommt auch schon Tanguy daher. Wir fahren zusammen weiter bis er mich abhängt. Am Abzweig nach Caleta Tortel wartet er in einem kleinen Unterstand. Er möchte noch zu diesem Ort fahren, der sich dadurch auszeichnet, daß alles nur über Holzstege erreichbar ist. das Fahrrad bleibt draussen. Ich habe den Verdacht, daß das bei Regen alles nicht so spannend ist und fahre direkt weiter nach Puerto Yungai. Nach einem strammen Anstieg und anschließender Abfahrt bin ich früher als erwartet dort. Ich muss eine Fähre nehmen um weiter zu kommen. Diese fährt um 18:00Uhr. Es ist erst 15:00Uhr, also suche ich mir ein Vordach bei ein paar Militärbaracken und warte. Nach einer Stunde kommt ein Soldat in voller Montur. ich überlege noch, ob der mich jetzt wegschickt. Das macht man aber in Chile nicht, ich bin zu sehr an deutsche Verhältnisse gewohnt. Das Gegenteil ist der Fall, mien Fahrrad darf in eine Baracke und ich werde zu einem Kaffee eingeladen. Dazu serviert er mir ein riesiges Sandwich. Eine weitere Stunde später verabschiede ich mich und bedanke mich immer wieder. Inzwischen müsste das kleine Café bei der Fähre geöffnet haben. Dort ist inzwischen auch Scott eingetroffen, den ich eigentlich vor mir wähnte. Wir trinken einen Kaffee, danach können wir auf das Schiff. es gibt einen geheizten Raum, man kann die nassen Handschuhe über die Heizuung hängen. Die Fahrt dauert 45min, wir unterhalten uns mit 2 Radlern aus Santiago, die das Stück von Coyhaique nach Cochrane gefahren sind. Nun sind sie mit dem Bus unterwegs zum Gletscher bei Villa O’Higgins. Sie bewundern unsere großen Reisen (Scott hat da natürlich viel mehr zu bieten als ich). Die Fähre kommt an und wir beziehen sofort das Wartehäuschen. modern geschnitten ist es mit Toiletten ausgestattet. Wir übernachten darin. Heute kommt keiner mehr und morgen geht die erste Fähre um 10.



