Albanien – Mazedonien

Albanien – Mazedonien

 

Donnerstag gehts nach herrlichen Ausblicken auf den See nach Albanien in die große Stadt Shkoder. Dort sind alle sehr freundlich und hilfsbereit ( nicht aufdringlich). Jean lässt seine Kreditkarte im Automaten stecken um die Spannung etwas zu erhöhen (das merken wir erst 2 Tage später). Er schickt ein Paket mit überflüssiger Ausrüstung nach Hause und erfährt auf der Post von einer Französischlehrerin von einem günstigen Hostel um die Ecke. Dort bleiben wir, zelten im Garten und lernen ein paar andere reisende kennen.

 

Freitag fahren wir zum Koman See, an dem wir Samstag morgen die Fähre nach Fierze nehmen. Mittags geht es in herrlicher albanischer Bergwelt auf einsamen Straßen in Richtung Kukesh. Nach zahlreichen Anstiegen fragen wir Bauern ob wir auf ihrer Wiese zelten könnten (keine anderen flachen Stellen zu entdecken). Die sind sehr nett und die ganze Familie vom Enkel bis zum Großvater schauen uns beim Aufbau der Zelte und beim kochen zu. Besonders mein Benzinkocher erregt einiges Aufsehen. Sie schenken uns eine 1,5L Pet-Flasche mit selbstgemachtem “Wein” (ungeniessbar – keine Ahnung was das war), den wir anstandshalber halb leertrinken, den Rest lassen wir dort.

 

Sonntag erreichen wir Kukesh, wo wir ausgiebigst Mittag essen. Beim einkaufen bekommen wir die Zwiebel geschenkt. Die Leute schmunzeln immer etwas wenn wir nur eine Zwiebel kaufen. Jean nimmt oft noch einen bunten Lolli dazu. Danach müssen wir einen Berg erklimmen, den ich aus der Ferne scherzhaft als “small hill” tituliert hatte. Das sollte von nun an mein Spitzname sein, denn so klein war das Ding nicht… Danach gehts auf einer schmalen Schotterpiste über zahlreiche Kehren in ein tiefes Tal wo wir eine herrliche telle zum zelten finden. Sternenhimmel und Lagerfeuer, Glühwürmchen und Fluss.

 

Montag erreichen wir Peshkopi, wo mir 2 kleine Jungs mein Fahrradtool aus der Satteltasche klauen. Dies blieb aber die einzige mittelprächtige Erfahrung auf der Reise. Von dort erreichen wir bald die mazedonische Grenze und kommen bis Debar wo wir am Strand des Sees übernachten.

 

Dienstag werde ich wach als Jean wilde Hunde verscheucht, die allgegenwärtig aber immer harmlos sind. Wir fahren nach Struga, wo uns ein prächtiges Mittagessen zum Spottpreis erwartet. Die Blicke über den Ohrid See sind faszinierend, das kommt auf den Bildern nicht heraus. Abends übernachten wir auf der Wiese eines Hotels bei Pogradec für 2€ pro Nase und baden im See, danach erst sehen wir die Wasserschlangen, die sich tummeln.

 

Mittwoch geht es relativ geradeaus nach Süden, die letzte nacht in Albanien verbringen wir auf einem schönen Campingplatz.

 

Donnerstag geht es nach Leskovik auf einer schmalen Schotterstraße lange bergab bis wir die griechische Grenze mit 2 schlummernden Grenzposten erreichen. Nach einigem Augen reiben und blättern im Pass gibt es schließlich den Stempel und wir sind zurück in der EU.