Cochrane und Tamango Nationalpark
Morgens ist gemischte Bewölkung und eine “wie Kaugummi” – Strecke bis Cochrane angesagt. Eine mittelgroße Stadt mit einem Supermarkt, der relativ zu seiner Größe ein beachtliches Sortiment hat. Von der metrischen M5-Schraube bis zum Turnschuh über Obst Spaghetti und Fruchtsaft ist alles zu haben. Vor dem Laden steht ein Pärchen (Er Katalane und Sie Ukrainerin) mit Reiserädern. Bei ihr ist am Gepäckträger eine Schraube gebrochen, es ist Montag und sie mussten 1,5 tage warten bis der Supermarkt aufmacht und sie eine Ersatzschraube kaufen konnten. Deshalb wollen sie jetzt gleich weiter.
Ich schaue noch bei der Touri-Information vorbei. Der junge darin freut sich, daß endlich wieder jemand kommt und ist sehr motiviert. Er gibt mir Karten und Infos über den Tamango-Park. Dort fahre ich dann hin, 2 km vor der Stadt befindet sich der Eingang. Man muss zunächst zu einer Ranger-Station und den Eintritt bezahlen. Die Ranger geben viele Tipps, wo man am besten entlanggeht und wo sich das seltene Huemul aufhält (eine vom Aussterben bedrohte Hirschart mit nur noch etwa 2000 Tieren). Also laufe ich mit leichtem Rucksack los und mache eine 7-stündige Trekkingtour. Dabei beobachte ich Spechte, Raupen und habe eine schöne Aussicht auf den Lago Cochrane. Das scheue Wild sehe ich nicht. Als ich wieder an der Ranger-Station bin beschließe ich am hiesigen Campingplatz zu übernachten. Einige lustige Backpacker sind auch da und wir haben einen netten abend.






