18.01.2012

Tiere der Pampa

 

Ich wache wieder früh auf, es tröpfelt auf das Zelt. Als ich den Reisverschluss öffne sehe ich den rundesten farbigsten Regenbogen meines Lebens. Ich muss Fotos machen. Dafür fahre ich sogar aus der Ortschaft heraus. es ist einfach zu schön! Danach packe ich meine Sachen, als ich fertig bin kommt gerade Tanguy. Wir frühstücken gemeinsam, er bleibt aber noch hier um weitere Wanderungen zu unternehmen. Er möchte evtl. auch zum Passo Cuadrado. Ich werde ihn nicht wiedersehen, er hat andere Pläne.

Aus Chalten heraus dauert es nicht lange, bis ich einen Nandu sehe. Ich zücke die Kamera und fahre einhändig langsam näher. Er flüchtet. Ich habe Rückenwind. Mit 30km/h verfolge ich ihn, er ist zwischen Straße und einem Zaun im Fluchtweg eingeschränkt. Nach 5km bin ich neben ihm, er gibt auf. Ich bekomme noch ein Foto im Stand.

Danach sehe ich auf einer Salzlagune einen einzelnen Flamingo. der fliegt weg und landet weiter hinten. Ich also zu Fuß hinterher, dort sehe ich 5-6 Flamingos auf einem weiteren See. Tolle Fotos. Als ich weiterfahre treffe ich einen Texaner mit windoptimiertem Gepäck. Er hat den Raum im rahmen genutzt und eine Rolle hinten längs auf dem Gepäckträger. Nicht schlecht das Konzept. Er verrät mir, daß gleich eine Guanakoherde kommt und bekommt dafür den Flamingo-Tipp.

Die Guanakos sind misstrauisch-neugierig, lassen sich gut fotografieren. Danach sehe ich keine Tiere mehr, Musik im Ohr fliege ich dahin, der Wind ist mit mir. Noch 2kg Kirschen! Sie kommen in die Lenkertasche, während der Fahrt essen ist bei Asphalt ja ein Kinderspiel. Nach 130 km stelle ich das Zelt tapfer in den Wind an einen Fluss. Zum kochen liege ich halb darin, es ist kalt. Nachts lässt der Wind nach.

 

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