Warning: SimpleXMLElement::xpath(): Invalid expression in /www/htdocs/w00eef61/wp-content/plugins/wp-gpx-maps/wp-gpx-maps_Utils.php on line 121
Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /www/htdocs/w00eef61/wp-content/plugins/wp-gpx-maps/wp-gpx-maps_Utils.php on line 133
Mai 2012
Der 1. Mai ist ein Dienstag? Mit Brückentag hab ich ja 4 Tage frei! Da muss sich doch was machen lassen… Freitag abend packe ich meine Sachen und am Samstag morgens gehts an der Isar entlang bis kurz vor die Donaumündung. Unterwegs sehe ich den “wachsenden Felsen”. Ein kleines kalkhaltiges Rinnsal in einem schattigen Wäldchen lagert so viel Kalk ab, daß mithilfe von Moos und Algen und der jahrhundertelangen Pflege von Mönchen eine über 4m hohe Mauer den Berg hinunterwächst. Sieht irre aus! Abends suche ich mir einen Platz im Schilf, überall kriechen Mäuse herum. Die Vogelwelt feiert den Frühling.
Sonntag gehts in den Bayerischen Wald – der so bergig ist, daß er eigentlich “Berg” und nicht “Wald” heißen müsste! Ich kämpfe mich auf 1100m hoch, bei Buchwald über die Grenze nach Tschechien. Dort liegt noch Schnee. Danach gehts langsam wieder bergab, abends suche ich mir erschöpft einen Platz am Bach im Wald. Als es komplett dunkel ist, planscht ein Tier im Bach. Kann hier alles sein: Bieber, Otter, Bär… weiterschlafen!
Montag scheint die Sonne immer noch erbarmungslos, ich fahre bei Pisek an die Moldau. Zunächst bin ich begeistert, ein Radweg geht am Fluss entlang Richtung Prag. Plötzlich muss ich bergauf, ein matschiger Trampelpfad. da ist es vorbei mit “am Fluß entlang”. Die Moldau hat sich tief in die Hügel eingeraben, links und rechts Felswände. Ich muss auf den Straßen weiter. Überall laufen Rehe herum, eins wird fast vor meinen Augen vom Auto überfahren. Abends komme ich – 15km vor Prag und nach der Überquerung einer Eisenbahnbrücke nach tschechischem Vorbild – an einen wunderschönen Campingplatz mit warmer Dusche. Mein Fahrrad darf kostenfrei in einer noblen Hütte übernachten, deren Schlüssel ich vertrauensvoll erhalte.
Montag schnell noch nach Prag rein, den Zug klarmachen und die Stadt kurz anschauen. Eine Schande, für Prag bräuchte man mehr Zeit, es ist wunderschön – und ich bin kein Stadtfan! Um 12:15Uhr fahre ich nach Pilsen. Der Schaffner wollte mich übers Ohr hauen und 140 Kronen fürs Fahrrad verlangen (so viel kostete mein Ticket). Ich hab ihm gesagt, daß ich das nicht bezahle, 60 waren dann auch ok. Von Pilsen gilt das Bayern-Böhmen-Ticket, allerdings muss man noch 3 mal umsteigen und jedesmal das Rad schnell in den nächsten Zug wuchten (nachdem man mühsam jemand das richtige Gleis aus der Nase gezogen hat…). Um 20:35Uhr bin ich wieder in München – stolz und fix und fertig.










