05.01.2012

Nach Coihaique und dann zum höchsten Pass

 

Morgens fahre ich noch eine Weile durch das Tal, dann geht es steil bergauf durch einen Tunnel und immer weiter hoch bis am höchsten Punkt bereits Coihaique zu erkennen ist. Nun muss man fast nur noch rollen lassen. In der Stadt will ich schon mal die Zeiten für die Fähre in Villa O’Higgins erfahren und fahre zur Touri Info.Neben der Information treffe ich dort noch eine schweizer Radlerin an die auf 180 ist weil sie ihren Reisepartner verloren hat. Ich wünsche ihr viel Glück und gehe Geld holen, was essen und bummeln. Ich treffe ihren vermissten Kollegen und sage ihm, dass er gesucht wird. Er bleibt cool. Später treffe ich die Schweizerin und sage ihr wo ich den Kerl gesehen habe. Sie ist dankbar. Bald verlasse ich die Stadt, ist hektisch hier. Mit mächtig Rückenwind gehts super voran, auch wenn die Straße jetzt ständig steigt. Die Radler die entgegenkommen sprechen von “Schluss für heute”, “hoffentlich ist morgen weniger Wind” usw. Hab ich Schwein mit der Richtung! Es geht bis auf 1000m hoch, immer wieder weite Blicke in die Pampa, die argentinische Grenze ist hier nicht weit. Zum ersten mal grüne Sittiche oder Papageien. Die Südafrikaner überholen.

Abends finde ich ein lockeres Wäldchen. Ein toller Platz, wenn nur die Bremsen nicht wären! Ständig hocken sie irgendwo dran und wollen einen beissen. Da hilft nur kräftig draufhauen (die halten einiges aus). Rekord ist 3 auf einen Schlag. Jede zweite Bewegung während des Zeltaufbaus und des Kochens ist ein Schlag mit mehr oder weniger Erfolg. Zum Glück ist ab einer bestimmten Uhrzeit Zapfenstreich für die Viecher und sie sind schlagartig verschwunden.

 

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