17.01.2012

Laguna Torre

 

Nach einer friedlichen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück (mein Müsli enthält jetzt Honig und Rosinen, die Milch wird erwärmt, dazu Kaffee mit Zucker) verlasse ich Camping Bonanza und fahre wieder nach Chalten. Am Camping Refugio steht noch das Zelt und das Fahrrad von Tanguy. Das Hinterrad fehlt, er muss eine Speiche ersetzen. Ich fahre nochmal ins Zentrum der Ortschaft und erwische gerade noch Scott. Er bricht auf, weil er den staubigen Campingplatz so blöd findet… Mascha und George sind auch dort gelandet – jeder wie er meint. Wir verabreden uns in Calafate, der nächsten größeren Stadt. Wieder am Camping treffe ich Tanguy. Ich checke hier auch ein. Beim Zelt aufbauen bekomme ich von einem älteren Backpacker mit dickem Bauch und langem Bart 3kg Kirschen geschenkt. Er hat etwa 10 kg gekauft und erklärt mir auf spanisch, seinen Bauch streichelnd, daß er die nicht alle essen kann. Mit Tanguy und einigen anderen Franzosen teile ich 1 kg Kirschen. Einer der Franzosen ist schon 2 Wochen hier, er hat sich auf den Pfaden bei der Grenzüberquerung ein Kettenblatt so in die Wade gerammt, daß der lange Schnitt erst mal heilen musste. Er war im örtlichen “Krankenhaus”.

Gemütlich mache ich mir Kaffee, als Tanguy mit einem deutschen, Jürgen, ankommt. Jürgen ist mir ab dem zweiten Satz unsysmpatisch. Da ich jedoch mit Tanguy gerne was mache biete ich beiden Kaffee an. Jürgen fängt an, auf dem Boden sitzend wie alle, sich neben meiner Kaffeetasse die Fussnägel zu schneiden. Ich muss mich beherrschen, so unangenehm ist mir selten jemand. das weitere Programm verläuft ohne Jürgen, Tanguy und ich nehmen die Räder für unseren Ausflug zur Laguna Torre. Weit kommen wir nicht, dann sind Räder verboten. Und lockere Handhabung von Regeln ist hier auch nicht. Als wir weiterfahren beschweren sich sofort ein paar Leute. Also schließen wir die Räder ab und gehen 2 Std zu Fuß weiter. An der Laguna hätte man einen tollen Blick auf den Cerro Torre (diesmal von Osten), es ist aber so bewölkt, daß wir nichts sehen. Aber der Gletscher unterhalb ist auch beeindruckend. Zurück in Chalten hole ich meine Wäsche aus der Wäscherei, die zwar stark nach waschmittel riecht aber nicht so recht sauber geworden ist. Das mache ich also lieber wieder selber… Wir erwerben Bier und Tabak und genießen den Abend. Jürgen isst mangels Kocher und Töpfen auswärts. Auf dem Campingplatz gibts Lagerfeuer und Gitarrenmusik

 

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