chilenische Grenze, Cerro Castillo
Morgens sind wir früh wach. Eine Katze hat eine Maus entdeckt und spielt mit ihr. Als ich fotografieren will schnappt sie ihr Spielzeug und haut ab. Der Wind ist auch schon wach als wir aufbrechen, selbst auf Teer ist es ein Kampf. Eine Gruppe Radler überholt uns. Eine organisierte Tour mit Gepäcktransport. Ohne die Ladung hat man nur den halben Widerstand. Trotzdem überholen wir wieder als die Gruppe Pause macht. Nach etwa 40 km kommt die Grenze. Die Chilenen erlauben nicht, daß man Wurst, Käse, Obst usw. einführt. Scott hat noch sehr viel Käse, deshalb gibt es ein Käse-Salami-Sandwich mit ca. 150g Käse…
Als wir an der chilenischen Kontrolle sind stehen einige Busse dort. Das Gepäck der Reisenden wird gescannt wie am Flughafen, Koffer werden geöffnet und durchsucht. Wir Radler bekommen unseren Stempel, keiner will sonst was. Wir laufen zu den Rädern und können unser Glück kaum glauben, rechnen immer noch damit, daß uns jemand hinterherrennt. Das passiert aber nicht. Scott möchte nicht weiterfahren, wir decken uns mit Lebensmitteln ein und stationieren uns an einer Bushaltestelle in Cerro Castillo. Diese wurde uns ausdrücklich im Rathaus empfohlen, nebenan eine öffentliche Toilette. Später kommt der Guide der Gruppe vorbei, die wir noch mehrmals gesehen haben. Er kennt eine Dusche in einer Turnhalle, die wir benutzen dürfen. Das ist auch nötig, die letzten Nächte gab es keinen Fluss und auch sonst keine richtige Waschgelegenheit. Die vom Wind gekrümmten Bäume sehen verrückt aus. Überall stehen Holzwände, die Häuser und Menschen vor dem Wind schützen.






